Rosé
Rosé mit vielen Facetten
Rosé ist weit mehr als eine Farbe zwischen Weiß und Rot. Je nach Rebsorte, Herkunft und Herstellung reicht das Spektrum von hell, frisch und feinfruchtig bis würzig, kraftvoll und strukturiert. Viele Rosés passen daher nicht nur auf die Terrasse, sondern auch sehr gut zum Essen.
Wie Rosé entsteht
Die Farbe stammt aus den Schalen roter Trauben. Für die Herstellung von Rosé kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, die Farbe, Aromatik und Struktur des Weins wesentlich beeinflussen. Beim direkten Pressen gelangen nur wenige Farbstoffe in den Most, die Weine bleiben meist besonders hell und fein. Bei einer kurzen Maischestandzeit bleiben Saft und Schalen länger in Kontakt. Das sorgt für mehr Farbe, Aroma und Struktur.
Beim Saignée-Verfahren wird während der Rotweinbereitung ein Teil des Mostes aus dem Tank abgezogen und anschließend separat als Rosé vergoren. Der im Tank verbleibende Most wird gemeinsam mit den Beerenschalen zu Rotwein weiterverarbeitet. Saignée-Rosés fallen häufig farbintensiver, kräftiger und strukturierter aus. Die Mischung von Weiß- und Rotwein ist bei Stillweinen in der EU grundsätzlich nicht erlaubt. Eine bekannte Ausnahme bildet Rosé-Champagner.
Die Provence und der moderne Rosé-Stil
Als moderne Rosé-Klassiker gelten die Weine der Provence. Ihre helle Farbe, die trockene Art und die Aromen von Zitrusfrüchten, roten Beeren, Kräutern und feiner Würze haben den heutigen Rosé-Stil entscheidend geprägt. Doch auch andere Regionen zeigen, wie vielseitig Rosé sein kann: vom saftigen Alltagswein bis zum anspruchsvollen Speisenbegleiter mit Substanz und Reifepotenzial.